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Fenix TK12

Art. Nr.: 208606, Autor: Oetelshofen, B. 21.04.2010 Ausgeleuchtet
"Eine Taschenlampe, die kompakt in der Hand liegt, dennoch höllisch viel Licht erzeugt und nicht mehr als eine Led Lenser P7 kostet."
Das waren vor ca. 2 Jahren meine Anforderungen an meine neue Taschenlampe.


Meine Suche endete nach einigen guten Empfehlungen bei der Fenix TK 10.

Mit einer Lichtleistung von bis zu 225 Lumen, angetrieben von 2x CR123 in einem soliden Aluminiumgehäuse, leistet die TK10 seitdem treu ihre Dienste bei Sport und Haushalt.  


Nachdem die TK-Serie (TK steht bei Fenix übrigens für die „Taktischen“ Modelle) einige weitere Modelle hervorbrachte (TK20, TK30 TK40), wurde später mit der TK11, gefolgt von der TK12, das Grundkonzept der TK10 immer weiter entwickelt.


Nun halte ich seit kurzen die Fenix TK12 in der Hand und möchte Euch meine ersten Eindrücke nicht vorenthalten.


Auf den ersten Blick hat sich gegenüber der TK10 am Design nicht wirklich viel geändert. Am auffälligsten sind wohl der längere Schaft und der glatte Reflektor der TK12, gegenüber des auch gerne als „Orange Peel“ bezeichneten Reflektors der TK10. Auf den 2. Blick fallen dann auch noch die leicht abgeänderte Front und Detailänderungen am Mittelgriff auf. Was die TK12 mit allen Lampen von Fenix vorbildlich gemeinsam hat, ist die Möglichkeit, die Rückseite des Mittelgriffs als Gravurfläche zu benutzen. Da dieser Service bei uns absolut kostenlos ist, eignen sich Lampen von Fenix auch ideal als Geschenkidee.


Das mitgelieferte Zubehör hingegen ist gleich umfangreich geblieben. Zum Lieferumfang gehören neben einem robusten Holster eine Handschlaufe, ein Hemdenclip und eine austauschbare Endschalterkappe









Das entscheidende Kriterium sind natürlich die inneren Werte der Lampe. Hier kann die TK12 auf den 1. Blick voll überzeugen.


FENIX TK10

FENIX TK12 R5

Wasserdicht IPX-8

Wasserdicht IPX-8

Cree Premium (Q5) LED

Cree XP-G R5 LED

Digital geregelt; Konstante Helligkeit

Digital geregelt; Konstante Helligkeit

 

50.000 Stunden Lebensdauer


Taktischer Endschalter mit Druckschalter

für Moment- und Dauerlicht

General Mode: 60lm/10h

3 Programme mit je 2 Modi:

Turbo Mode: 225Lm/1,5h

280lm – 120lm – 65lm – 11lm – Strobe

 

Über einen fokussierbaren Lampenkopf, wie es z.B. bei den LED LENSER Lampen der Firma Zweibrüder üblich ist, verfügt die TK12, wie auch bei allen anderen Lampen von Fenix, nicht. Auch wenn dies auf den 1. Blick als ein Nachteil daherkommt, stellt man in der Praxis doch schnell fest, dass der vorgegebene Fokus „das Beste aus beiden Welten“ liefert. In der Mitte des BEAMS strahlt die Cree-LED ihre volle Leistung von 280 Lumen aus, während nach außen hin immer noch genügend Leuchtkraft vorhanden ist, um auch größere Flächen auszuleuchten.

 

Was mich auf dem Papier noch begeisterte, stellt sich in der Praxis für mich als größter Kritikpunkt der Fenix TK12 heraus. Aus technischer Sichtweise sind 6 verschiedene Lichtmodi beeindruckend.

ABER!

Aus Sicht der Bedienbarkeit stellt sich mir die Frage „Was haben die Jungs von Fenix sich dabei gedacht?“

 

Das Bedienungskonzept in Kurzform:

Die 6 Leuchtmodi sind in 3 „Programme“ unterteilt, ein Programm wiederum besteht aus 2 Leuchtmodi.

 

Programm

Modus A

Modus B

Default

280lm - 1,5h

65lm - 12h

Camping

120lm - 5,5h

11lm - 120h

Hunting

280lm - 1,5h

Strobe - 3h

 

Über den Endkappenschalter schaltet man die Lampe an, soweit so gut. Nun befindet man sich in einer der 3 Programme, nur in welchem der 3 weiß man natürlich nicht genau (Es sei denn man merkt sich in welchem Programm sich die Lampe bei der letzten Benutzung befunden hat. Was nach mehrtägigem Nicht-Gebrauch natürlich relativ schwer sein dürfte). Um innerhalb der Programme von einem Modus in den anderen zu schalten, muss man den Lampenkopf kurz drehen. Ist der Lampenkopf angezogen, arbeitet „Modus A“, lockert man diesen ein wenig, wechselt die Lampe in „Modus B“. 

 

Um jetzt aber in ein Programm zu wechseln, muss man den Lampenkopf 2 x schnell hintereinander festziehen und wieder lockern. Das alles erinnert mich an einen Doppelklick bei einer Computermaus, nur eben viel unhandlicher. Hat man es in das nächste Programm geschafft, quittiert die TK12 den Wechsel mit einem kurzen Blinken der Lampe.

Natürlich soll es auch nicht Ziel sein, ständig durch die Programme zu wechseln, sondern sich mit einem „anzufreunden“, der in dieser Situation am besten passt. Aber spätestens nachdem man vergessen hat, in welchen Programm man sich denn nun befindet, endet die Benutzung der TK12 gerne mal in einer Links-Rechts-Links-Rechts-Orgie.

Hier muss ich noch ein Mal meine gute alte TK10 mit „nur“ 2 Leuchtmodi loben:

Lampenkopf festziehen = volle Leistung

Lampenkopf lockern = weniger Leistung = batterieschonend

Da wir gerade bei Batterien sind:

Betrieben wird die TK12 ebenso wie die TK10 mit 2x CR123 Lithium Batterien. Auf den ersten Blick erscheinen diese als zu teuer, jedoch holen CR123 aus so einer kleinen Lampe die maximale Leuchtkraft bei anständiger Laufzeit heraus.

 

Also warum dann überhaupt die Lampe?

 

Weil die TK12 immer noch für einen fairen Preis eine ganze Menge Licht liefert. Und Optik, Verarbeitung und Zubehör sicher zu den besten in dieser Preisklasse gehören. Ich persönlich würde mir zwar lieber einen eingeschränkten, aber dafür einfach zu bedienenden Funktionsumfang wünschen, nur gibt es da draußen auch sicher einige, die jedes einzelne Programm zu schätzen wissen und eine wahre Freude am ständigen „Doppelklick“ haben werden. 

 

Und trotz aller Kritik, ich würde mir die TK12 dennoch kaufen, hätte ich mir damals nicht die TK10 zugelegt. Nach 2 Jahren mit einer Fenix Lampe weiß man einfach die grundsolide Verarbeitung zu schätzen, so dass mal auch gerne mal über kleine Makel hinwegsieht.

 

Allen anderen sei die Led Lenser P7 von Zweibrüder ans Herz gelegt, damit kann man eigentlich nie etwas falsch machen.

 



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